Faksimile "Schönebecker Volksstimme" vom 10.10.2011 "Elbe-Saale Rundblick"   


  Ein imposantes Bild boten die mehr als 400 "Brockenwanderer" des Schiller-Gymnasiums. Auf zwei
Routen, hier die Wanderer von Schierke, ging es hoch hinauf.        Foto: Tilman Treue


Das Sport-Aushängeschild
Friedrich-Schiller-Gymnasium punktet mit Erfolgen

 

Im 20. Jahr seines Bestehens wird am Friedrich-Schiller-Gymnasium in vielen Bereichen zurück- und auch vorausgeblickt. Ein wichtiges Aushängeschild sind die verschiedensten sportlichen Aktivitäten. Sie haben die Ganztagsschule auch überregional bekannt gemacht.
 

Von Tilman Treuer
Calbe. "Im Grunde war das vergangene eines unserer schönsten Jahre", resümierte Sportlehrerin Gabi Seebach, die gemeinsam mit ihren vier Fachkollegen auf eine kaum zu übertreffende Vielfalt sportlicher Aktivitäten schauen kann. Umso erstaunlicher ist die Tatsache, dass das umfangreiche Auftreten der Schilleraner im Vergleich zum Vorjahr sogar noch gesteigert werden konnte.

"Neben den traditionellen Wettkämpfen waren wir diesmal noch breiter aufgestellt", erklärte die Lehrerin stolz. Mit "traditionell" meint sie den Bundeswettbewerb "Jugend trainiert für Olympia" und die Kreis-Kinder und Jugendspiele. In letzteren gab es erneut die Auszeichnung als bestes Gymnasium im Landkreis, womit die harte Arbeit der Schüler eine tolle Belohnung fand.

   Neu hinzugekommen sind die Sportarten Schwimmen (sechs erste Plätze) und Basketball (erster Platz in der 7./8. Klasse männlich).

Bei "Jugend trainiert für Olympia" ist

 der Vizelandesmeister im Handball der Wk II-Jungen hervorzuheben, die sich lediglich den Sportschulen geschlagen geben mussten. "Diese ausgezeichnete Platzierung ist nur durch die gute Arbeit in den Vereinen unserer Region möglich", bedankte sich Gabi Seebach für die seit Jahren fruchtbare Kooperation. Einen weiteren großen Erfolg verbuchten die Gymnasiasten beim Gänsefurther Staffellauf. Der Sieg über 16 mal 800 Meter brachte kistenweise alkoholfreie Getränke, die am Ende des Schuljahres allen Schülern zu Gute kamen: bei der Wanderung auf den Brocken. Die gemeinsame Aktion des gesamten Gymnasiums am vorletzten Schultag war zugleich ein Höhepunkt des Schuljubiläums und wird allen, die dabei waren, noch lange in Erinnerung bleiben. Die Jüngeren werden gewiss im selben Atemzug noch das Zirkusprojekt nennen, durch das im vergangenen Herbst die ganze Stadt vom Manegefieber gepackt wurde. "Die Zusammenarbeit mit den anderen Calbenser Schulen war sehr wichtig für die Identität und das Miteinander in der Stadt", schätzt die Sportlehrerin ein und die bunt besuchten Vorstellungen gaben dem Recht.

    Das Volleyballturnier in den Weihnachtsferien hat sich im zweiten Jahr als neue Tradition etabliert. Hier treten ehemalige Gymnasiasten gegen die Oberstufenschüler und sogar eine Lehrermannschaft an - ein Wiedersehen also, auf die sportliche Art. Erwähnenswert sind zudem das Volleyballturnier zum Welt-Aids Tag in Bernburg und der Erfolg der Fußball-Mädchen beim "Burger Cup" in Aschersleben.

Schulintern veranstaltet und doch mit riesiger Außenwirkung anvancierte der erste Sponsorenlauf zu einem weiteren sportlichen Höhepunkt. Als Auftakt zum Schuljubiläum wurden durch die Schüler viele Förderer mobilisiert, die die sportlichen Leistungen der Gymnasiasten honorierten. Den Großteil der eingenommen Summe spendeten sie später einem Hilfsprojekt in Japan.

   Vom Engagement der Schüler zeigt sich die Sportlehrerin immer noch begeistert: "Der Zusammenhalt an diesem Tag war einfach toll und die Schüler waren stolz auf ihre Leistungen, und dass sie dabei etwas Nützliches für andere getan haben." Wie so oft waren auch hier die Eltern zur Stelle, denen die Kollegen gar nicht genug für ihre Hilfe bei den verschiedensten Veranstaltungen danken können.

   Kaum Reserven gibt es übrigens im Ganztagsprogramm der Schule, denn über mangelnden Zulauf können sich die sportlichen Angebote wahrlich nicht beschweren. "Die Halle ist in der Regel voll ausgelastet und auch personell sind wir an unserer Grenze angekommen", erklärt Gabi Seebach.

   Die Spielgeräte, die von gewonnenen Prämien für den Schulhof angeschafft wurden, sind ein kleiner Trost.

   

adapted by drwm©2011-10-13