Faksimile "Schönebecker Volksstimme" vom 15.11.2011 "Elbe-Saale Rundblick"   

Spielend lernen Schüler Russisch

Calbenser Gymnasiasten erfolgreich beim Bundeswettbewerb

Nicole Brenk (l.) und Irina Bichert nach ihrer Rückkehr. Foto: T. Treue

 

Calbe(ttr) . Die russische Sprache mit Leben zu füllen, das gelingt den Organisatoren von „Spielend Russisch lernen" bereits seit Jahren recht erfolgreich. Angeregt durch Lehrerin Karin Macholl nahm das Friedrich-Schiller-Gymnasium erstmals an diesem außergewöhnlichen Wettbewerb teil und schaffte auf Anhieb einen tollen Erfolg:

    Irina Bichert und Nicole Brenk spielten sich mit ihrem Sieg im Landesfinale in den Bundesausscheid. „Wir hätten nie gedacht, dass wir so weit kommen", erklären die beiden, die das Land Sachsen-Anhalt gegenüber 14 weiteren Teams vertraten.
   Der Clou in dem Wettbewerb ist, dass das Teilnehmer-Pärchen

aus einem „Könner" und einem „Nicht-Könner" besteht.
  Ersteren Part übernahm Irina Bichert. Der Name der Elftklässlerin klingt Russisch und in der Tat kam Irina als Kleinkind nach Calbe, lernte jedoch von Anfang an Deutsch. Heute muss sie daher zugeben: „Ich spreche eigentlich nicht gut Russisch." Dennoch gab es für sie die schweren „roten Karten" für Muttersprachler. Entsprechend anspruchsvoll war das Programm auch für ihre Partnerin Nicole Brenk, die zwar ein Faible für Sprachen hat, mit Russisch bisher aber nicht in Kontakt kam. Aufgabe war es schließlich, sich Vokabeln gemeinsam zu erarbeiten - ohne direkte Übersetzung versteht sich.

  „Es war nur Pech, dass wir uns als erste in das Spiel gewürfelt haben, so hatte es die andere Gruppe leichter",

berichtet Irina und ärgert sich, dass bereits nach einer Runde Schluss war.
   Aber so sind die Regeln und die drei Tage in Gelsenkirchen, inklusive dem Besuch eines Schalke-Heimspiels, waren so oder so unvergesslich. „Die Atmosphäre im Stadion war schon extrem", fasst es Nicole in Worte, „aber auch sonst haben wir viel mit der Gruppe unternommen und dabei viele neue Leute kennengelernt." Sieger wurde am Ende übrigens die Vertretung für Thüringen.

    Dass es mit der Reise nach Russland nicht geklappt hat, nehmen die Schillergymnasiastinnen gelassen, genießen erst einmal den Erfolg und haben sich vorgenommen, im nächsten Jahr erneut anzugreifen.

     

adapted by drwm©2011-11-19