Faximile "Schönebecker Volksstimme" vom 24.09.2009 "Elbe-Saale Rundblick"   

  Schillergymnasium ohne Gerüst
Dacharbeiten am Altbau abgeschlossen

 

Nach wochenlangen Arbeiten sind die Gerüste vor dem Schillergymnasium endlich verschwunden. Das neue, rote Dach leuchtet schon von weitem und wer genau hinsieht, erkennt auf die frisch abgedichteten Oberseiten der ehemaligen Balkone samt Regenrinnen.
 

Von Tilman Treue
 

Calbe."Wir haben einen sehr guten Kompromiss gefunden", freut sich Erhard Kiel, Schulleiter des Calbenser Gymnasiums, nach Abschluss der Sanierungsarbeiten an den beiden Balkonen über dem Haupteingang und dem Foyer. Seit Jahren schon wurde den beiden Anbauten Baufälligkeit bescheinigt, denn die obere Fläche war nicht mehr dicht. Schüler spöttelten mit Blick auf die langsam wachsenden Kalk-Stalaktiten bereits von Tropfsteinhöhle.
"Wir waren im Zugzwang", betont der Schulleiter, denn längst drang Wasser ins Mauerwerk des Hauptgebäudes ein. Zwischenzeitlich wurde sogar ein kompletter Abriss erwogen, aber das hätte das Bild des fünfzig Jahre alten Gebäudes völlig entstellt.
 

Seine charakteristische Fassade kann das Friedrich-Schiller-Gymnasium nach der Sanierung der alten Balkone behalten. Sie wurden von Grund auf saniert. Foto: Tilman Treue



"Wir sind dankbar, dass das Bauamt des Landkreises unseren Vorschlag, die Balkone zu erhalten, mitgetragen hat", lobt Lehrer Rolf-Uwe-Friederichs, der seit Beginn des Ganztagsprojektes sämtliche Baumaßnahmen begleitet, die gute Zusammenarbeit mit der Behörde. So wurde die Brüstung zwar abgetragen, kann aber theoretisch zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgebaut werden. Die Oberseite wurde anschließend abgedichtet und die Türen erhielten Metallgitter. "So ist die Bausicherheit wieder hergestellt und die Ansicht des Hauses bleibt erhalten", sagt Erhard Kiel.
Die Arbeiten an den beiden Balkonen wurden in Zusammenhang mit der Dacherneuerung durchgeführt, 

einige Restarbeiten, wie zum Beispiel die Abstreifer vor den Türen folgen noch in den kommenden Wochen.
   Erstmals seit fast vier Jahren kann übrigens das Foyer der Schule nach dem Abbau der Gerüste wieder als Eingangsbereich genutzt werden. Ab 7.25 Uhr kommen nämlich täglich die Schüler aus den über 20 Orten mit dem Bus an und verbringen die zwanzig Minuten bis zum Unterrichtsbeginn im Schulhaus.
     Neben dem Eingang am Verbinder und jenem im Neubau steht den Schüler nun endlich auch wieder ein direkter Zugang zum Altbau zur Verfügung.
    Zwischenzeitlich gingen zudem die Arbeiten an den Außenanlagen weiter. Mitarbeiter der Teutloff befreien im Moment das Biotop hinter der Schule von der vor Jahren aufgetragenen Schotterschicht. "Wir haben damit noch gewartet, bis die Dacharbeiten abgeschlossen waren", erklärt Erhard Kiel. Das Biotop befindet sich zwischen Altbau und Mühlgraben und hat seinen Namen derzeit wohl zu unrecht. Während der Neubauphase war dort der Pausenhof für die Schüler untergebracht, wozu das Gelände aufgeschottert wurde. Nun soll es wieder begrünt werden.
 

     

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