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Nach wochenlangen Arbeiten
sind die Gerüste vor dem Schillergymnasium endlich verschwunden. Das neue, rote
Dach leuchtet schon von weitem und wer genau hinsieht, erkennt auf die frisch
abgedichteten Oberseiten der ehemaligen Balkone samt Regenrinnen.
Von Tilman Treue
Calbe."Wir haben einen
sehr guten Kompromiss gefunden", freut sich Erhard Kiel, Schulleiter des
Calbenser Gymnasiums, nach Abschluss der Sanierungsarbeiten an den
beiden Balkonen über dem Haupteingang und dem Foyer. Seit Jahren schon
wurde den beiden Anbauten Baufälligkeit bescheinigt, denn die obere
Fläche war nicht mehr dicht. Schüler spöttelten mit Blick auf die
langsam wachsenden Kalk-Stalaktiten bereits von Tropfsteinhöhle.
"Wir waren im Zugzwang", betont der Schulleiter, denn längst drang
Wasser ins Mauerwerk des Hauptgebäudes ein. Zwischenzeitlich wurde sogar
ein kompletter Abriss erwogen, aber das hätte das Bild des fünfzig Jahre
alten Gebäudes völlig entstellt.
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Seine charakteristische Fassade kann das
Friedrich-Schiller-Gymnasium nach der Sanierung der alten Balkone
behalten. Sie wurden von Grund auf saniert. Foto: Tilman Treue
"Wir sind dankbar, dass das Bauamt des Landkreises unseren Vorschlag,
die Balkone zu erhalten, mitgetragen hat", lobt Lehrer
Rolf-Uwe-Friederichs, der seit Beginn des Ganztagsprojektes sämtliche
Baumaßnahmen begleitet, die gute Zusammenarbeit mit der Behörde. So
wurde die Brüstung zwar abgetragen, kann aber theoretisch zu einem
späteren Zeitpunkt wieder aufgebaut werden. Die Oberseite wurde
anschließend abgedichtet und die Türen erhielten Metallgitter. "So ist
die Bausicherheit wieder hergestellt und die Ansicht des Hauses bleibt
erhalten", sagt Erhard Kiel.
Die Arbeiten an den beiden Balkonen wurden in Zusammenhang mit der
Dacherneuerung durchgeführt,
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einige
Restarbeiten, wie zum Beispiel die Abstreifer vor den Türen folgen noch
in den kommenden Wochen.
Erstmals seit fast vier Jahren kann übrigens das Foyer der Schule
nach dem Abbau der Gerüste wieder als Eingangsbereich genutzt werden. Ab
7.25 Uhr kommen nämlich täglich die Schüler aus den über 20 Orten mit
dem Bus an und verbringen die zwanzig Minuten bis zum Unterrichtsbeginn
im Schulhaus.
Neben dem Eingang am Verbinder und jenem im Neubau
steht den Schüler nun endlich auch wieder ein direkter Zugang zum Altbau
zur Verfügung.
Zwischenzeitlich gingen zudem die Arbeiten an den
Außenanlagen weiter. Mitarbeiter der Teutloff befreien im Moment das
Biotop hinter der Schule von der vor Jahren aufgetragenen
Schotterschicht. "Wir haben damit noch gewartet, bis die Dacharbeiten
abgeschlossen waren", erklärt Erhard Kiel. Das Biotop befindet sich
zwischen Altbau und Mühlgraben und hat seinen Namen derzeit wohl zu
unrecht. Während der Neubauphase war dort der Pausenhof für die Schüler
untergebracht, wozu das Gelände aufgeschottert wurde. Nun soll es wieder
begrünt werden.
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