Faksimile "Schönebecker Volksstimme" vom 24.01.2011 "Elbe-Saale Rundblick"   

In Absprache mit dem Herrmann-Gymnasium in Schönebeck nahmen erstmals gezielt Schüler des
Fr.-Schiller-Gymnasium Calbe an der Berufs- und Studienorientierungsveranstaltung teil.
Dadurch konnten die gebündelten Informationsmöglichkeiten effektiv genutzt werden.

 

Großes Gedränge auf engen Fluren
Sechste Berufsfindungsmesse lockt zahlreiche Schüler und Eltern
ins Schönebecker Hermann-Gymnasium

Im Rahmen des Tages der offenen Tür führte das Dr.Carl-Hermann-Gymnasium zeitgleich eine Berufsfindungsmesse durch.
Zahlreiche Schüler und Eltern nutzten die Gelegenheit, um sich über Studiengänge und Ausbildungen zu informieren.
 

Der Informationsstand der Hochschule Anhalt war stets eng umringt. Tino Guba (I.) beantwortete die vielen Fragen der Schüler rund um das Studium und die an der Hochschule angebotenen Studiengänge.

 

 

Von Thomas Schäfer
 

Schönebeck. Ein umtriebiges Gewusel herrschte am Sonnabend auf den Gängen und Fluren des Dr.-Carl-Hermann-Gymnasiums Schönebeck. Ungewöhnlich voll war es für einen ansonsten schulfreien Tag. Grund für das vormittägliche Erscheinen zahlreicher Schüler und Eltern war die sechste Berufsfindungsmesse des Gymnasiums. Erstmalig wurden auch speziell die Schüler und Eltern des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Calbe zur Schö-nebecker Messe eingeladen, von denen etliche der Einladung gefolgt waren.

    "Wir möchten den Schülern vor Ort, ohne dass sie von Stadt zu Stadt fahren müssen, die komplette Palette und Möglichkeiten für ihre spätere berufliche Entwicklung bieten", erklärte Ralf Göcker, Betreuer für Studien- und Berufsange-legenheiten des Schönebecker Gymnasiums,
 

 das Anliegen der Messe. "In diesem Jahr sind wir wieder ein Stück gewachsen", freut er sich. "Wir haben 20 Aussteller, 18 Vorträge in zehn Räumen und 20 Infostände organisieren können", berichtete er weiter.

Besonders der Infostand der Hochschule Anhalt war stets eng von Schülern umringt. Tino Guba,
der den Stand betreute, freute sich über das große Interesse: "Es ist deutlich besser, als im letzten Jahr. Viele der Schüler sind noch unschlüssig und wir versuchen ihnen bei der Studienwahl zu helfen. Besonders nachgefragt werden Design, Architektur, Biotechnologie und Maschinenbau."
 


  Von der Messe angetan zeigte sich auch Marion Schulze von der akademischen Berufsberatung der Agentur für Arbeit Magdeburg.

 "Es ist heute vom Interesse her zwar eher durchwachsen, aber ich bin dennoch zufrieden", gestand sie.  "Wir arbeiten schon seit Jahren mit der Schule zusammen,

 aber eine Messe ist immer wieder etwas besonderes. Besonders freue ich mich heute für die Calbenser Schüler, die nun nicht extra nach Magdeburg fahren müssen."
Großer Andrang herrschte nicht nur auf den Fluren, sondern vor allem auch bei den Vorträgen und Infoveranstaltungen der einzelnen Aussteller in den Klassenräumen. "Beim Vortrag der Hochschule Magdeburg-Stendal mussten wir sogar aufstuhlen und für die Veranstaltung der Otto von Guericke Universität liegen 60 Anmeldungen vor", zeigte sich Ralf Göcker zufrieden.
  Sowohl das Gymnasium, als auch die Aussteller können mit der großen Resonanz und dem Interesse der Schüler zufrieden sein.

Julia Seiler (16): "Ich besuche die 10. Klasse in der Lerchenfeldschule und fand die Messe auch für mich sehr interessant. Es gab neben den Informationen zu Stu-diengängen auch jede Menge Interessantes zu Ausbildungsberufen zu erfahren. Da ich mich derzeit noch nicht wirklich für einen Beruf entschieden habe, finde ich solche Veranstaltungen sehr gut. Sie helfen einem bei der Entscheidung für den späteren Weg. Ich denke, bei mir wird es ir-gendwas mit Büro oder Kommunikation werden. Jedenfalls werde ich mich noch genau am Stand der Stadtwerke informieren."

Maurice Prokop (17): "Ich bin Schüler des Schiller-Gymnasiums Calbe. Bei uns gab es eine solche Messe bisher noch nicht. Das finde ich sehr schade, denn man bekommt sehr kompakt viele In-formationen zu allen möglichen Studiengängen. Ich selbst habe vor, später zur Polizei zu gehen - in Richtung Kriminologie. Hier auf der Messe konnte ich mich dazu über drei unterschiedliche Angeboten von drei Standorten informieren. Je nachdem, für was ich mich entscheide, steht dann eine Ausbildung oder ein Studium an. Ein Studium klingt wirklich sehr verlockend."
 

Anna-Sophie Roloff (16): "Ich habe vor, in Richtung Journalistik zu gehen. Hier auf der Messe möchte ich sehen, was Unis und Fachhochschulen in dieser Richtung anbieten. Die Hochschule Magdeburg-Stendal bietet zum Beispiel ein Studium der Kommunikations- und Medienwissenschaften an. Mir ist es wichtig, später in der Nähe von Schönebeck zu bleiben, daher finde ich es sehr praktisch, dass ich mich hier vor Ort in der Schule über in der Nähe ansässige Hochschulen informieren kann. Die Infoveranstaltung der Hochschule MDStendal war sehr interessant."
 

Alexander Ulrich (18): "Ich bin wie Maurice Schüler des Schiller-Gymnasiums Calbe und das erste Mal auf der Berufsfindungsmesse in Schönebeck. Die Messe im Hermann-Gymnasium ist sehr informativ und angesichts der Räumlichkeiten auch ausreichend groß. Es ist alles schön kompakt und übersichtlich. Später habe ich vor, in Richtung Politik und Geschichte zu studieren und wollte mich über die Angebote der Hochschulen informieren. Leider gab es heute keine Angebote dazu. Gut finde ich jedoch, dass man sich auch über Ausbildungsberufe in-formieren kann."

Rike Müller (17): "Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich lieber einen Beruf erlerne oder doch studiere. Es soll aber auf alle Fälle etwas mit Menschen sein; Physiotherapeutin, Krankenschwester oder etwas mit Kindern. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob meine Leistungen für ein Studium reichen. Jedenfalls werde ich mir heute noch die Veranstaltung der Fit-Bildungs-GmbH über das Berufsbild des Medizinischen Fachangestellten ansehen. Darauf bin ich schon sehr gespannt. Die Messe ist eine tolle Sache, so muss man sich nicht selber um Termine kümmern."
 

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