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Faksimile "Schönebecker Volksstimme" vom 17.02.2011 "Elbe-Saale Rundblick" |
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"Greenpark" gastiert im Schiller-Gymnasium Akzent fordert das Schülerverständnis
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Von Tilman Treue Calbe. Jedes Jahr gastiert das renommierte
Schul-theater "Greenpark" aus England mit einem Stück am Calbenser
Friedrich-Schiller-Gymnasium.
Jenseits der Hochsprache aus dem Unterricht Das Zwei-Mann-Stück "Man of Letters" gehört sicherlich zu den Perlen seines Schaffens, ist aber derart mit Lokalkolorit und Begrifflichkeiten aus den nördlichen Midlands gespickt, dass das Zuhören für Ungeübte reichlich schwer fällt. Immerhin erhielten die Jugendlichen der Oberstufe am Schillergymnasium bereits im Vorfeld Hilfe ihrer Lehrerinnen, die das Stück im Unterricht besprachen und umgangssprachliche Begriffe erläuterten. |
"Wir haben das Stück bis auf ganz kleine Änderungen im Original aufgeführt", erklärte Gavin Kerr, einer der beiden Schauspieler. Gemeinsam mit Euan King, einem gebürtigen Schotten, tourte er seit November durch Frankreich, die Niederlande und Deutschland, wobei Calbe die drittletzte Station war. "Man of Letters" lebt vor allem von den beiden großartig gespielten Charakteren, die auch optisch gegensätzlich wohl nicht hätten sein können: Frank (Gavin Kerr) arbeitet seit Jahrzehnten als Aufsteller von großen Werbebuchstaben, seine große Leidenschaft gilt aber Agentengeschichten, für die sich jedoch bis auf ein kleines Lokalblättchen bisher niemand interessiert hat. Mit diesem Umstand spielt auch der doppelbödige Titel des Stücks, denn "Man of Letters" kann, zum Stück passend, wörtlich als "Mann der Buchstaben", aber auch übertragen als "Literat" verstanden werden. Franks Stift Alan (Euan King) erscheint zunächst als der typische Null-Bock-Jugendliche, dem sein Chef erst einmal Arbeitsmoral beibiegen muss. In teils nur aus Wortfetzen bestehenden Dialogen beginnen die beiden, sich kennen zu lernen, und es stellt sich heraus, dass sie so verschieden nicht sind. |
Während sie in fast 20 Metern Höhe krampfhaft versuchen, die Leucht-Buchstaben in die richtige Reihenfolge zu bringen, entspinnt sich ein Gespräch über verpasste Chancen, Ängste und den Sinn des Lebens, das zuweilen bizarre Umwege nimmt. Schauspieler begeistert von der Atmosphäre Nach dem anspruchsvollen Stück zeigten sich viele Gymnasiasten irritiert und überrascht. "Englisch ist eben mehr als nur die Hochsprache, die wir im Unterricht lernen", betonte Lehrerin Jutta Rombusch, die die Theaterbesuche seit Jahren organisiert. Die beiden Schauspieler waren, wie auch ihre Vorgänger in den vergangenen Jahren, ausgesprochen begeistert von der Atmosphäre am Schillergymnasium. "Sie waren aufmerksam, haben versucht zu folgen und sogar an den richtigen Stellen gelacht", schmunzelte Gavin Kerr. Den nordenglischen Akzent haben die beiden bewusst eingesetzt, um das Stück so authentisch wie möglich wiederzugeben. Auf ihrer Tournee haben sie dabei festgestellt: "Die Deutschen verstehen die Umgangssprache viel besser als zum Beispiel die Franzosen." |
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adapted by drwm©2011-02-17 |
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